Servietten - Serviettentechnik - Decoupage - Motivservietten
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Anleitung ~ Serviettentechnik

Was braucht man:
  • Gegenstand (den man verschönen möchte)
  • Motiv/e aus Serviette/n oder Taschentuch/Tatüs
  • Schere, wenn man die Serviette nicht ausreißen möchte (möglichst klein und spitz sollte sie sein, wie eine Nagelschere)
  • helle Farbe (weiß, creme, elfenbein) (Abtönfarbe aus dem Baumarkt oder Wandfarbe ist hier eine günstige Alternative zu Acrylfarbe aus dem Bastelladen)
  • Kleber (Serviettenkleber)
  • Pinsel (Möglichst weich, damit er die Serviette nicht beschädigt)
  • Schmalen Pinsel für evtl. Zeichnungen
  • Schwamm oder Schwammpinsel für evtl. Hintergrund
  • Acrylfarbe wenn man auf dem Objekt auch malen möchte (Schritt 4)

Schritt 1:
Der zu verzieren Gegenstand wird erst einmal, wenn er nicht hell ist, mit der hellen Farbe grundiert und zwar ausschließlich der zu beklebende Teil. Den Rest lässt man entweder in dem Original- Farbton oder bemalt ihn später (Schritt 4).

Schritt 2:
Das Motiv: Vor dem Aufbringen sollte man sich überlegen, ob man das Serviettenmotiv oder Tatü-Motiv ausreißen möchte (wirkt lebendiger) oder mit einer Zackenschere (mal etwas anderes) oder ganz exakt mit einer kleinen Schere genau am Rand entlang ausschneiden möchte. Im Falle, das man mehre Motive aufbringen möchte und die später durch aufmalen zu einem neuen Bild verbinden möchte, empfiehlt es sich, genau am Rande des Serviettenmotives entlang zu schneiden damit das Bild am Ende schlüssig wird und nicht zu unruhig.
Bei Überlappung von Serviettenmotiven oder Taschentuchmotiven ist daran zu denken, dass dadurch ein dunkler Rand entsteht, es empfiehlt sich also in diesem Fall, die beiden Serviettenmotive vorher so hinzulegen, wie sie später geklebt werden und dann an der Stelle zu schneiden, wo sich die beiden Motive überlappen, so hat man genau eine Stelle wo die beiden Motive zusammenstoßen und der dunkle Rand der Überlappung entsteht nicht.

Die Servietten oder Taschentücher sollten für das Ausschneiden oder Reißen noch in ihren (meist) 3 Lagen belassen werden weil das Schneiden einfacher ist und das Reizen exakter wird (man kann hier vorher auch die zu reißende Linie leicht befeuchten).

Wenn das Serviettenmotiv (entweder fertig geschnitten oder gerissen) vorliegt, werden die 2 hinteren Lagen, die weiß und nicht bedruckt sind, vorsichtig von der oberen bedruckten Lage gelöst.

Schritt 3:
Die Fläche, auf die das Motiv aufgeklebt werden soll wird nun mit dem Kleber bestrichen.
Das Motiv auflegen und vorsichtig von der Mitte nach außen hin andrücken. Anschließend sehr vorsichtig mit etwas Kleber darüber streichen wobei das Serviettenmotiv mit dem Pinsel und dem Kleber mehr angedrückt als gestrichen wird, da leicht Risse entstehen können.

Um Falten in der Serviette zu vermeiden kann man das Serviettenmotiv mit einer Klarsichtfolie aufnehmen, die man vorher am Shirt/Pullover/Jacke gerieben hat (statisch aufgeladen) dann vorsichtig auf den Kleber legen und auch hier von der Mitte nach außen das Motiv andrücken.

Risse können auch auf diese Art und Weise vermieden werden oder man legt Alufolie über das Serviettenmotiv bevor man es glatt streicht.

Schritt 4:
Je nachdem welche Art von Motiv und Gesamtbild man mit seinem Kunstwerk schaffen möchte folgt nun die Feinarbeit. Sollte das Serviettenmotiv ausgerupft/gerissen sein, so sollten man nun mit einer ähnlichen Farbe, wie der Hintergrundfarbe des Serviettenmotivs, mit einem Naturschwämmchen oder Schwammpinsel vorsichtig um das Bild herum tupfen.
Tipp: Wenn man z.B. braun als Farbe gewählt habt, so sollten man 3-fabig braun auftupfen. Das heißt man nimmt einen kleinen Teil des Brauntones und mischt etwas weiß bei und einem Teil etwas schwarz und gibt mit dem Schwämmchen in diesen 3 Braunfarbtönen tupfend die Farbe rund um das Motiv. Die Farbe sollte nicht zu dick am Schwämmchen haften also vorher auf einem Blatt Papier oder ähnlichem überschüssige Farbe abtupfen. Auf diese Art und Weise erhält man einen plastischeren Hintergrund.

Sollten man ein neues Bild aus mehreren Motiven erstellen wollen, so kann man jetzt zwischen den Übergängen der Serviettenmotive malen und sie so zu einem Bild verbinden.

Man kann auch auf das Serviettenmotiv selber malen oder zum Beispiel im Winter etwas künstlichen Schnee aufbringen etc um das Ganze ausdrucksvoller zu gestalten. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Schritt 5:
Das Kunstwerk wird nun versiegelt. Entweder mit Serviettenkleber oder mit Acryllack (wasserlöslich) oder wenn es draußen stehen soll mit einem Lack der Harz enthält also nicht wasserlöslich ist.

Bei einem Terracotta/Ton-Gegenstand bestreicht man ebenfalls die Innenseite des Objektes mit Lack, da ansonsten die Feuchtigkeit von hinten in das aufgeklebte Serviettenmotiv dringt und es so abbröckeln lässt.

Serviettentechnik auf Kerzen:
Gearbeitet wird wie oben beschrieben außer das man für die Serviettentechnik auf Kerzen statt des normalen, oben genannten Klebers einen speziellen Kleber für Kerzen verwendet. Diesen trägt man großzügig unter wie auch auf dem Serviettenmotiv auf. So kann die Kerze gleichmäßig abbrennen ohne dass vorher das Serviettenmotiv abbrennt. Der Kleber muß vor dem Anzünden der Kerze total ausgetrocknet sein.




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